Nun ist auch die Klimaanlage ausgebaut, das Haus fertig gestrichen und ich bin zu Margret gezogen. Nur noch mein Gepäck ist nebenan.
Theoline, die Katze, hat schon seit längerem begriffen, dass da was im Gange ist und hat sich schon auf das Leben bei Margret und Rudi, dem Hund, mit dem sie in Segou aufgewachsen ist, eingestellt.
Bei GAAS Mali wurde eine schöne und freundliche Abschiedszeremonie gemacht, die Frauen aus dem Kurs haben getrommelt und getanzt, von vielen KollegInnen habe ich noch schöne Geschenke bekommen – mir war gar nicht bewusst, dass ich in der kurzen Zeit so viele Leute kennen gelernt hatte.
Gestern haben dann noch Steffi und Adiya eine Fete organisiert – wir haben uns vorher getroffen und ich bekam eine wunderschöne Powerpointpräsentation mit den schönsten Fotos meiner Zeit in Mali geschenkt – ich war ganz gerührt und musste mich schon sehr beherrschen – ist halt nicht leicht, das Abschiednehmen. Daou und Koumba kommen vorbei, mein Freund Hamidou schaut jeden Tag rein, viele Kollegen kommen noch mal grade vorbei. Jaiben hat das Haus ein letztes Mal blitzblank geputzt, Laya Bah sogar auch etwas ins Abschiedsalbum geschrieben. Etienne hofft nun auf einen Platz in der Schule für Englischlehrer und Luc umschreibt mit ausholenden Gesten, wie Fliegen geht und dass das lange dauern wird …
Ogomo bittet mich noch mal vom Büro aus, bei ihm vorbeizukommen, ermöchte mir was zeigen … 5 Männer hocken auf dem Boden und arbeiten an einem wunderschönen Bogolan-Wandbehang – der muss und wird noch fertig werden, versichert er mir.
Ich bin nun gar nicht in Aufbruchsstimmung sondern würde der trotz der täglichen 46 Grad und der Hitzepickel, die sich inzwischen zahlreich auf meinem Körper einfinden, eigentlich am liebsten bleiben – ich merke unbehagliches Ziehen in der Magengegend – könnte das Angst vor der anstehenden Veränderung sein????