Dezember 2005


5.12.2005
Streßfrei und gemütlich haben wir ein 7-Gänge Weihnachtsmenue gezaubert, ist ja leicht, wenn 6 Leute da sind, jede/r was Feines mitbringt und dann noch Moussa, der Traumkoch, ein Kanninchen und eine Ente zurbereitet ….den obligatorischen Pastisse gibt’s auf dem Dach zum Sonnenuntergang und dann wird geschlemmt und geplaudert, zur Feier des Tages gibt’s auch Wein und Bier und es wird spät - ein Sternenhimmel wie aus dem Bilderbuch.
Im Vorfeld war noch eine Adaption der Weihnachtsgeschichte entstanden, denn was spricht dagegen, dass es immer wieder ähnliche Geschichten geben könnte, diese halt dann in Afrika, dem vergessenen Kontinent:
“Es begab sich aber zu der Zeit, dass in Mali eine Nichtregierungsorganisation eine Fortbildung über Melderegister veranstaltete, an deren Ende Rat und Bürgermeister von Bandiagara beschlossen, dass alle gezählt werden sollten, die hier geboren wurden, um endlich den Anschluss an die “Zivilisation” zu schaffen.
Die Botschaft drang bis nach Bamako vor, wo sich Fatima und Ibrahim mit einem Taxi Brousse auf den mühsamen Weg in ihre Heimat machten. Kurz hinter dem Abzweig nach Djénné brach das Taxi endgültig zusammen, aber die beiden hatten Glück und konntenn konnten noch bis nach Sévaré gelangen. Dort machte sich Fatima schon Sorgen, denn sie war hochschwanger und die Fahrt auf dem Eselkarren war da nicht das Wahre gewesen.
Es machte sich grade an diesem Morgen auch eine Tubab-Touristengruppe mit ihrem 4×4 Pickup auf den Weg nach Bandiagara - es war der 24. Dezember nach dem Kalender der Zivilisation…. sie hatten noch 2 Plätze frei und auch die kleinen Reisebündel der beiden konnten noch untergebracht werden.
In Bandiagara angekommen, schafften Fatima und Ibrahim es noch zu ihren Verwandten, die wegen der bevorstehenden Feierlichkeiten, der Volkszählung und der vielen Touristen im Ort grade mal noch den Stall zur Verfügung stellen konnten. … Aber die Geburt war problemlos und bald saßen alle froh um den neuen Erdenbürger herum ….
Da kamen drei Fremde, die überraschend allerlei Gaben brachten:
Ein großer schlanker Malinke, der Gold aus den Minen bei Kayes dabei hatte, ein Tuareg in seinem indigofarbenen Gewand, das Gesicht völlig verschleiert, er brachte Weihrauch und dann ein Weißer, er hatte bei der Tour Paris - Dakar die Orientierung verloren und war schließlich einem Stern gefolgt. Mit seinem umgebauten Rennwagen hatte er es bis an den Stall geschafft und bot jetzt seine letzten Coca-Colavorräte als Tauschware für etwas Eßbares an …”
Irgendwie ist die Welt letztlich ein Dorf.

29.12.2005
Nicht, dass es einen zweiten Weihnachtsfeiertag gegeben hätte, aber zum Trost ist am 10. Januar Tabaski-Fest, das ist ein Dienstag, so dass wir da dann “entschädigt” werden. Es ging also gleich Montags weiter und nachdem ich endlich mein Büro komplett eingerichtet habe, teilte mir M. Coulibaly mit, dass ab Dienstag eine Fortbildung stattfindet, an der ich teilnehmen soll.
Also 3 Tage mit 15 Animateuren und Animatricen (so heißen hier die MultiplikatorInnen, die in den Dörfern arbeiten), ausschließlich Französisch, spannende Diskussionen über die Möglichkeiten, die Menschen hier fürs Gemeinwohl zu motivieren, zwischendurch leckeres Essen und spaßige Pausen.
Meine malischen KollegInnen sind der Ansicht, dass ich nicht nur einen Bambara Namen brauche (den hatte mir mit “Hawa Traoré” schon Oummou in Bamako im letzten Jahr gegeben), sondern auch einen Dogon Namen und dass es im übrigen sinnvoller sei, wenn ich gleich Dogon lerne, statt mich mit Französisch zu quälen. Hier ein paar Kostproben aus dem Minikurs, den sie mir gleich zusammengestellt haben:

Bitte svp kakanu (auch als Entschuldigung möglich)
Danke merci do lo po (wenns direkt ist)
yapo yapo (wenns ein späteres Bedanken ist)
Guten Tag bonjour iamo (wenn eine Person gegrüßt wird)
iamoin (wenns mehrere Personen sind, die Ähnlichkeit mit dem friesischen “moin moin” ist wohl eher zufällig)
Morgens bonjour iamo
Mittags po (Antwort “o”)
Abends bonsoir denemo (1 Person)
denemoin (mehrere Personen, was häufiger ist)
Kochen prepare dianda
Mein Lieb-
lingsgericht
oromeme (Reis mit einer Art Spinatsauce)

Heute waren wir dann gemeinsam in Kama Sanda, das ist ein Dorf kurz vor Sangha, eines der ersten, das die Genitalverstümmlung (hier heißt das: Praxis der Frauenbeschneidung) verboten hat. Der Chef de village und das Comité de Gestion haben von ihren Erfahrungen berichtet und dass es ein langwieriger Prozess war (über 2 Jahre). Es haben - wie meistens - ausschließlich die Männer diskutiert, aber eine von den alten Frauen aus dem Dorf wollte dann doch wissen, ob die Menschen in den großen Städten denn auch noch zusammenhalten?
Die ONG GAAS Mali arbeitet schon länger zu dem Thema, sie haben ein Konzept entwickelt, durch das nach und nach immer mehr Dörfer überzeugt werden sollen, dass diese Praxis abgeschafft gehört.
In der Fortbildung wurde vorher kritisch diskutiert, dass man einerseits sich an den Bedürfnissen der DorfbewohnerInnen orientiert, was für GAAS oberstes Gebot ist - und andererseits eben mit diesem Thema ihnen eins “aufdrängt”, nach dem die meisten erst mal kein “Bedürfnis” haben, das aber nach dem humanitären Selbstverständnis von GAAS genauso wichtig ist … also die üblichen Konfliktlinien, auf hohem Niveau und mit großer Empathie diskutiert -

Drei Tage intensive Arbeitsplanung, Abrechnungen, Einkäufe und eine neuerliche Tour zurück nach Bandiagara liegen hinter mir. An Weihnachen also kaum zu denken …
Eine “Einstimmung” auf Weihnachten, wie sie bei uns auch als Adventszeit - gelegentlich böse, aber nicht weniger zutreffend ausgedrückt, inzwischen auch als “Konsumrausch” bekannt ist, gibt es hier nicht. Anders als in anderen touristischen Gebieten (ich erinnere mich an Sri Lanka oder Tunesien) findet in dieser Hinsicht fast keine Übernahme der Sitten aus dem Westen statt.
In Bamako, ist es etwas anders: Es gibt Stände mit aufblasbaren Nikoläusen (”Papa Noel”) und Weihnachtsschmuck, die Straße am Centre Culturelle de Franciase ist so prachtvoll beleuchtet, dass ich eher aggressiv werde, weiß ich doch, dass keine 20 km entfernt in Kati die Kinder bei Kerzenlicht über ihren Schulheften sitzen, weil es aus Kostengründen keine Anbindung ans öffentliche Stromnetz gibt ….
Die deutschen Hilfsorganisationen organisierten in diesem Jahr zum 3. Mal den “Santa Markt” am Kulturpalast von Bamako. Für einen Samstag haben malische HandwerkerInnen und internationale Projekte Gelegenheit, gegen kleines Geld einen Stand zu mieten und ihre Produkte zu verkaufen, die meisten Weissen sind ja in der Vorweihnachtszeit auf Geschenksuche. Der Markt ist bunt und vielfältig und immer sehr gut besucht. Abgerundet wird das Ganze durch malisch-deutsche Spezialitäten (Sauerkraut mit Würstchen, Kuchen und Reis mit Brochette) und ebenso interkulturelle Musik - u.a. mit Christof und Madou. Das ist auch für viele Malier und Malierinnen ein willkommener “Einkaufstermin” - als “Nebenwirkung” wird über die Entwicklungsarbeit informiert und der Erlös kommt einem Projekt zu gute.
In den Missionsschulen lernen die Kinder auch Weihnachtslieder, eine langjährige Kollegin berichtet, dass es schon amüsant ist, wenn bei 34 Grad 40 kleine Kinder singen ” … und zieh dich warm an, wenn Papa Noel kommt … ”
Es ist klar, dass die Feiern der Leute hier anders sind, als die der Projektleute. Die malischen Familien besuchen sich am 25.12; bringen den Kindern kleine Geschenke, essen gemeinsam und feiern dann bis in die Nacht, auch mit den Nachbarn. Für die meisten Menschen hier sind das Neujahrsfest und dann Anfang Januar das Tabaski-Fest die wichtigen Termine, für die die Vorbereitungen auch schon auf Hochtouren laufen: Schafe werde auf Busdächern und mit allen anderen möglichen Transportmitteln in die Städte gebracht und verkauft, Leckereien zubereitet ….
Gleichwohl hat mein malischer Kollege in Bamako doch auch drei “Papa Noel” gekauft, der Große für den Großen, weil er in der Schule, die er im Herbst angefangen hat, gut lernt - “und dann können doch die beiden Kleinen nicht leer ausgehen,” sagt er.

In Bamako ist es heißer und stickiger als in Bandiagara, die vielen Menschen, Autos und Motos fordern ihren Tribut. Lina fliegt wieder nach Deutschland, ich bringe sie mit Reinhild und Barbara (die auch zurückfliegt) zum Flughafen, das ist immer ein komisches Gefühl da … fast genau ein Jahr ist es hier, dass ich hier zum ersten Mal angekommen bin. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich 12 Monate später einen Pass mit Wohnort “Bamako, Mali”, eine Arbeit und ein Haus in Bandiagara habe, den/die hätte ich doch ausgelacht …

Wiedermal eine Fahrt nach Bamako - mit Lina mache ich mich auf den Weg, wir gehens langsam an, müssen noch Unterlagen in Sévaré bei Keita abholen und lassen uns gerne zum Tee einladen … Die 10 Stunden gehen wie im Flug dahin, erst nach der Ankunft und beim Bier am Niger im Restaurant “Piroge” merke ich, wie geschafft ich tatsächlich bin …

13.12.2005
Jetzt ist Lina hier, sie kommt aus Chemnitz, hat grade ihr Abitur gemacht und wir haben uns im ded Gästehaus in Bamako kennen gelernt. Von dort aus ging sie nach Toumbouctou, wo sie für 2 Monate ein Praktikum im Krankenhaus gemacht hat. Als sie vor ihrer Ankunft anrief, ob sie nach Bandiagara kommen kann, fiel es mir erst mal richtig auf - ich bin schon über 3 Monate hier in Mali!
In Toumbouctou ist es noch viel ärmlicher als hier, aber auch dort hat sie nette Menschen kennen gelernt, sozusagen eine zweite Familie …. Über meinen Französischlehrer Daou hat sie gleich Kontakt zum hiesigen Gymnasium hergestellt und nimmt die Idee einer Schulpartnerschaft wieder mit nach Chemnitz - eine Städtepartnerschaft gibt es da nämlich schon, mit Toumbouctou.

Gesagt, getan, nicht ganz leicht, auch Samstagsmorgens um 6.00 Uhr aufzustehen, aber wir haben eine heftige Piste vor uns - auf Sand fahren ist wie auf Schnee, ich sage “da hätte ich auch in Europa bleiben können…” aber die Landschaft, die Dörfer, die Menschen, das ist schon alles sehr anders!
Zum Glück bin ich ja schon viele aufregende Pisten in meinem Leben gefahren, hier geht’s jetzt zusätzlich zur “Qualität” noch rauf und runter, es gibt Kehren, Kurven, fast senkrechte Abfahrten auf der Piste Richtung Teli.
Erstmal machen wir Station in Dougocombo, das Dorf, aus dem Sibiri, unser Guide, kommt. Wir erregen nicht so viel Aufsehen, weil grade der Paraglider mit dem Moped unten dran über das Dorf schwebt (inzwischen habe ich erfahren, dass er einem Schweizer, dem Besitzer des zweitgrößten Hotels von Bandiagara gehört), was natürlich viel aufregender ist, als 3 weibliche “Weißnasen”. Wir begrüßen die Alten, haben Kolanüsse dabei, das ist das übliche Geschenk für sie, und sind beeindruckt von der Größe und Sauberkeit des Dorfes. Die Frauen und Mädchen sind unterwegs zum Wasserholen, der Brunnen liegt ca. 3 km außer- und unterhalb vom Dorf, ein steiniger Weg, den ich so schon nur ungern klettern müssen möchte …. Geschweige denn mit einem Plastikeimer oder einer Kalebasse voll Wasser auf dem Kopf!
Weiter nach Teli, hier hat der Tourismus schon seine Spuren hinterlassen, wir werden umringt, mit heimischen Produkten überhäuft und angebettelt, bis Sibiri ein Machtwort spricht und mit uns in die Klippe steigt, um die alten Telemdörfer zu besichtigen. Vor den Dogon haben sie hier gelebt und ihre Dörfer in die Felsspalten der überhängenden Falaise gebaut. Hatte für die Verteidigung und die Aussicht große Vorteile, erforderte aber weite Wege zu den Wasserlöchern und Feldern.
Die Dogon haben dann begonnen ihre Dörfer unterhalb der Felsen zu bauen und die alten Dörfer als Friedhof zu nutzen, es gibt dort Kultstätten, die wir als Frauen nicht betreten dürfen.
Wir fahren noch an einigen Dörfern vorüber und dann lassen wir den Wagen auf einer Weide mit zahlreichen, riesigen Rindern stehen - es beginnt der Aufstieg nach Begemato. Ein absolut ruhiges und freundliches Bergdorf, von dem aus sich ein wunderbarer Blick auf diese einzigartige Felslandschaft bietet. Sie erinnert mich an die cornische Küste, nur dass der weite Blick nicht übers Merr, sondern über die Steppe schweift! Irgendwie könnte es irgendwann vielleicht doch mal der Meeresgrund gewesen sein!?
Nun habe ich sie endlich mal live gesehen - meine neue “Heimat” und bin sehr beeindruckt.
Begemato selbst ist auf drei Felsplateaus verteilt: ein Teil ist christlich, ein Teil muslimisch und einer animistisch - man verträgt sich gut.
Wir besuchen die kleine Kirche, die gleich für uns aufgeschlossen wird. Auch den örtlich “zuständigen” Jäger, der die Schädel der von ihm erlegten Tiere an seine Hüttenwand genagelt hat. Als Reinhild erzählt, dass auch ihr Vater gejagt hat und man in Europa die Geweihe an die Wand hängt, ist er so begeistert, dass er seine traditionelle Jägerkluft anlegt und sein Gewehr abfeuert - die Frauen und Kinder ergötzen sich an unseren Schreckensrufen und freuen sich riesig, als wir als Dankeschön “Ein Jäger aus Kurpfalz” anstimmen. Sofort wird mit einem afrikanischen Lied geantwortet und wir zum Tanz aufgefordert, aber wir haben ja noch den Abstieg vor uns.
An der Anzahl der Speicher auf einer Concession (bzw. einem Hof) kann man übrigens ablesen, wie viele Frauen zum Haushalt gehören: Jede hat ihren eigenen Speicher, der in 4 Rubriken unterteilt ist: Gemüse, Obst, Zutaten für die Sauce und Stoffe. In der Mitte befindet sich meist ein kleines Tongefäß für den Familienschmuck. Der Speicher des Mannes hingegen besteht nur aus einem Raum, hier wird das Getreide eingelagert, das er gerecht auf die ganze Familie zu verteilen hat. Die Frau, die die Sauce zubereitet, wird am jeweiligen Abend “Besuch” von dem Mann bekommen bzw. hat an diesem Tag das Recht zu ihm zu gehen.
Auf dem Rückweg machen wir noch halt in Ennde, wo ich eine Kollegin treffe, sie betreut und begleitet dort den Aufbau eines Museums zur Bewahrung der alten Dogonkultur. Es ist leider schon zu spät, um es noch zu besuchen - ein andermal.
So machen wir nur noch einen Spaziergang durchs Dorf - hier werden die Bogolan Stoffe mit Erdfarben (von und für die Männer) und Indigo Decken in leuchtenden Blautönen (von und für die Frauen) her- und ausgestellt.
Das ganze Dorf ist mit wunderbaren Werken behängt. Da alles Handarbeit ist, ist kein Stoff wie der andere - natürlich kaufen wir ein, ich bin froh über eine warme Decke für die morgendliche Kühle und Barbara freut sich über eine neue Tischdecke, die sie zu Hause an den schönen Tag in der Falaise erinnern wird.

09.12.2005
Meine Freundin Reinhild, die in Kati lebt, kommt mit ihrer Cousine zu Besuch. Als ich die beiden im Dunkeln am Gare Routiere abhole, sind sie von jungen Maliern umringt, Sibiri, der Guide, hat Reinhild bei ihrem letzten Besuch vor 2 Jahren begleitet und so gibt es ein gegenseitiges Erkennen, ein freudiges Wiedersehen und die Verabredung, gemeinsam in die Falaise zu fahren.

Ich fahre nach Sévaré, um verschiedene Nichtregierungsorganisationen zu besuchen, einen langen Wasserschlauch für den Garten und Mülltonnen zu kaufen. Meine malischen Kollegen dort haben die Termine vorbereitet, wir erfahren viel über den Stand der Projekte, werden mit Milchkaffee und Keksen verwöhnt. Ich erkläre, warum wir über alle Unterstützungsgelder Quittungen, und zwar detaillierte und dann auch noch bis nächste Woche brauchen - Jahresabschluß!
Die Einkaufsaktion erweist sich wieder als spannend: Gartenschläuche gibt es in zweierlei Qualitäten und zu sehr unterschiedlichen Preisen - es wird gesucht und verhandelt und schließlich landen 50 m Schlauch auf dem Pickup. Die Mülltonnen müssen erst hergestellt werden, dazu wird eine Metalltonne in der Mitte durchgeschnitten und aus den Böden von ausrangierten Tonnen werden die Deckel gefertigt. Wenn ich nächstes Mal hier bin, kann ich sie abholen.
Inzwischen war nämlich der Vertreter der Müllabholungsgenossenschaft von Bandiagara bei mir - Gindo ist der Ansicht man könne das einfach verbrennen - zumal dann in den schönen Tonnen, aber ich bestehe darauf, den Vertrag abzuschließen und so kommt dann einmal die Woche der Mann mit dem Eselskarren und leert die Tonne. Eine reicht gut, die andere ist für organische Reste, die als Hühner- und Kanninchenfutter weiterverwertet werden (ja, ja, Kanninchen habe ich jetzt auch auf dem Hof).

In Europa ist heute Nikolaustag, davon ist hier nichts zu spüren. Dafür wird es nachts immer kälter, was dazu führt, den Schlafsack ins Bett zu holen und die nächtlichen Duschaktionen einzustellen. Es wird halt morgens aus der Wanne gewaschen - wir empfinden so was als Katzenwäsche, aber so eine Plastikwanne voll Wasser, in einem eigens dafür vorgesehenen Raum - das ist für die meisten hier ein Luxus!

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