Gao

Mit einigen KollegInnen mache ich mich auf in den Osterurlaub – wir fahren nach Gao, eine wunderschöne Strecke über Sévaré, Douentza, Hombury – gegenüber vom höchsten Berg in Mali essen wir zu Mittag und erreichen mit dem Sonnenuntergang die neue Brücke von Gao (früher musste man sich bei einer solchen Reise sputen, um die Fähre um 18.00 Uhr noch zu erreichen). Elegant geschwungen und mit glitzernden Leitplanken versehen überspannt die Brücke das (derzeit weitgehend ausgetrocknete) riesige Nigerdelta. Eine Tafel neben der Mautstelle weist darauf hin, dass diese Brücke von Chinesen gebaut und von der islamischen Bank finanziert wurde und dass alle wichtigen malischen Familien (Coulibaly, Keita, Traoré, Touare, Konaté, Diarra, Kassogué, Maiga etc.) im Baukomitee vertreten waren.

Im Campement bauen wir unsere Moskitonetze auf dem Dach auf – es ist viel zu stickig in den Zimmern. Architektur und Lebensweise sind hier, ca. 650 km vom Dogonland entfernt wiederum anders. Wir hören als erstes Nachrichten aus der Gegend von Kidal, wo es Rebellenunruhen gab, aber hier in Gao ist alles ruhig …