Gao – Bandiagara

Wir brechen früh auf, denn ca. 650 km liegen vor uns. Über die eindrucksvolle Brücke verlassen wir Gao – die Straße ist super ausgebaut, der kleine Jetta schnurrt – und so sehen wir den Felsbrocken nicht (bzw. ich halte ihn für einen Karton) der uns kurz darauf ins Schleudern bringt und mit krachenden Geräuschen unseren Unterboden touchiert.

Gekonnt bringt Steffi den Wagen zum stehen – sie hat ihn traumhaft auf der Piste gehalten – eine Wolke hüllt uns ein – ich rufe „Raus hier, die Kiste brennt“! Aber es ist nur der Staub, der durch die mehrfachen Aufpralle des Steins aufgewirbelt wurde. Die anderen kommen mit dem Daimler heran, wir inspizieren den Unterboden – das Tiefergelegte hat uns wohl gerettet – die gesamte Verkleidung ist zerfetzt, der Katalysator hat einen Riß, aber ansonsten haben Achsen und Auspuff wohl nur Kratzer abbekommen … vorsichtig lassen wir den Motor an, er schnurrt wie gewohnt und langsam fahren wir die ersten Meter – es geht, es lenkt sich normal und überhaupt, offenbar haben all die Schutzengel, die mir liebe FreundInnen zum Abschied geschenkt haben, jetzt kurz vor Schluss noch mal heftig gewirkt.

Gegen Abend erreichen wir Mopti, der Motor röhrt jetzt doch ganz schön (so ist das einfach, wenn der Katalysator ein Loch hat …). Bei der Ankunft in Bandiagara stelle ich fest, dass die Vorderreifen keinerlei Profil mehr haben, was darauf schließen lässt, dass die Achse doch was abgekriegt hat …