April 2008


Bamako

Letzte Reise nach Bamako mit Rückkehroption nach Bandiagara – nächstes Mal muss ich das Auto dalassen und nach Deutschland zurückfahren … ich habe viel zu erledigen, ein volles Besuchsprogramm und bin selbst überrascht, wie viele FreundInnen und Bekannte ich auch hier schon habe …

Mopti

Ach ja, manchmal ist es schon auch mühsam: Wir fahren nach Mopti, um die nächsten Frauenseminare vorzubereiten. Um 9.00 Uhr Verabredung mit der Referentin in Sevare – „Wo müssen wir genau hin?“ – „Ist Keita hier?“ kommt die Gegenfrage von M. Kassogué. „Nein, der arbeitet jetzt in Bamako, warum?“ – „Na der sollte mir sagen, wo das Büro der Animatricen ist, ist irgendwo bei der Kirche“. Also auf zur Kirche. Dort kennt niemand dieses Büro. Ich bitte Ogomo die Dame anzurufen, wir sollten uns dann am zentralen Kreisverkehr in Sevare treffen – es ist nämlich inzwischen schon schön warm. Gesagt getan, wir warten …. Die Souvenierhändler, die jetzt keine Touristenkundschaft mehr haben „belagern“ mich: „bitte, wir haben keine Kunden, Du musst etwas kaufen …“ Ich will aber meinen Termin machen und dann noch zur Schule von Etienne, bevor die Mittagshitze voll ausbricht zurück in Bandiagara sein – irgendwie merkwürdig alles. Letztlich bitte ich noch mal anzurufen, wo denn Mme Dama bleibt. Ach ja, sie sucht eine Transportmöglichkeit, sie ist nämlich in Mopti (ca. 12 km) – zum Glück habe ich ja ein Päckchen für das AIDS Zentrum in Mopti dabei, Kara hat mich gebeten es abzugeben. Also bestellen wir die Referentin dort hin. Angekommen, weiß natürlich niemand, für wen das Päckchen ist, also Kara anrufen und mit der Sekretärin zusammenschalten, das wäre erledigt.

Nun kommt Mme Dama, Ogomo hat aber die gute Idee, dass er sich jetzt grade mal auf AIDS testen lassen könne, wo wir doch schon mal da sind … ok, aber die Wartezeit nutzen wir, um unsere Besprechung zu machen. Ein kleiner Hangar vorm Haus, es stürmt, der Vertrag flattert, aber nach 2 Stunden sind wir uns einig, alles wird unterschrieben, der Test ist auch fertig. Also auf zur Schule von Etienne.

Er ist mein Wächter und wird ja jetzt arbeitslos wenn ich gehe. Daher habe ich überlegt ihm zu helfen, seinen Berufstraum zu verwirklichen: Er möchte Englischlehrer werden. Aber das ist nicht so einfach, schon zweimal hat er die Aufnahmeprüfung versucht und ich glaube, er braucht dabei Unterstützung. So spreche ich einen der Lehrer auf „alte Dame“ Art an und er verspricht schließlich, sich des Jungen anzunehmen, wenn er sich denn im August bei ihm meldet (Prüfung ist im September) und ihm bei der Vorbereitung zu helfen (jeder weiß, dass das kostet, ich lasse Geld bei einem Kollegen und dass diese Hilfe dann auch „ein gutes Wort“ im Auswahlkomitee beinhaltet.) Ich finde das alles nicht toll, sage mir aber, wenn mein Tubab-Status diesem jungen Mann hilft, muss ich die Karte wohl spielen ….

Endlich können wir den Rückweg antreten, es ist doch schon fast 15.00 Uhr – unterwegs werden noch Zement und Holz einkauft – es ist jetzt doch verdammt heiß!

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